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Old Man of Storr

 

 

Das Wetter ist besser geworden und wir begeben uns heute nach Portree, das wir noch als eine kleine, romantische Stadt am dazugehörigen Loch Portree in Erinnerung haben.

 Vorbei geht es an Wasserfällen über die verstopften Straßen von Skye. Überall Baustellen und Staus.

Dann wird die Strecke freier und wir erreichen Portree.

Hier ist die Zeit stehen geblieben zwischen schwarzen Klippen und einigen Hügeln.

In Portree soll schon der irische Mönch St. Columba im frühen Mittelalter gepredigt haben, deshalb hieß die Meeresbucht in alten Zeiten auch Eilean Choluimcille ,

Lange Zeit bestand Portree nur aus wenigen Häusern und einem kleinen Gasthaus. Erst mit Sir James, dem 16. Clanchef der MacDonalds, der 1766 im Alter von nur 25 Jahren unter tragischen Umständen in Rom starb, soll der Ort an Bedeutung gewonnen haben.

Portree ist touristisches Zentrum der Isle of Skye und im Sommer regelmäßig überlaufen. Vor allem während der Highland Games im August, dem größten regionalen Event, sind die Unterkünfte in der gesamten Umgebung ausgebucht. Das führte 2017 sogar zu behördlichen Warnungen, Reisende sollten ihre Übernachtungsmöglichkeiten unbedingt lange vor der Ankunft reservieren, nachdem sich Touristen ohne Quartier hilfesuchend an Polizeistationen gewandt hatten. 

Wir besuchen noch ein paar Shops, dann geht es zu unserem eigentlichen Ziel, zum Old Man of Storr

 Unser Staumelder schlägt Alarm: vor uns ist ein riesiger Stau, doch beim Näherkommen entpuppt sich das als eine riesige Anzahl von Autos, die links und rechts des Weges hier auf der Halbinsel Trotternish parken.

Es gibt Imbissbuden und so manches verrückte Fahrzeug. Ein paar hundert Wanderlustige sind schon hier, um dem Old Man einen Besuch zu erstatten. Soviel zum Thema Individualreisen.

Auf Dinosaurier werden wir beim dem Aufstieg sicherlich nicht stoßen... Die Halbinsel Trotternish besteht wie der größte Teil von Skye aus tertiären Basaltgesteinen, die auf älteren Sedimenten aus dem Jura aufliegen.

Nachdem wir doch noch einen Parkplatz gefunden haben, wandern wir mit der Menge. Allerdings sind es schon ein paar Kilometer und es geht natürlich stetig bergauf, so dass sich die Massen der Abenteurer nach und nach verteilen.

 

Der Ausblick wird von Minute zu Minute interessanter, unten befindet sich Loch Leathan.

Der Weg ist steinig und steil, einige Sandalenträger haben schon früh aufgegeben. Der Name Storr kommt übrigens aus dem Altnordischen und bedeutet Groß oder auch Gipfel.

Neben dem Old Man stehen weitere Felsnadeln, die gelegentlich als seine Familie bezeichnet werden. Seine Ex, die früher als seine Frau bezeichnete Felsnadel ist allerdings bereits vor Jahren eingestürzt. Nach einer Legende suchten ein alter Mann und seine Frau in der Gegend nach einer entlaufenen Kuh. Dabei trafen sie auf Riesen, vor denen sie flüchteten. Während der Flucht warfen sie einen Blick zurück und wurden daraufhin versteinert.

Das Lichterspiel durch die Sonne ist immer wieder abwechslungsreich und faszinierend.

Wir sind fast da, der 719 Meter hohe Storr liegt vor uns. Aufgrund des relativ brüchigen Basalts ist von einer Besteigung des Storr abzuraten, aber dafür fehlt uns ohnehin die Puste nach dem Aufstieg.

Deutlich ist hier das 'Gesicht' zu sehen, das allerdings je nach Licht und Schatten sehr unterschiedlich wirken kann.

 Wie ein riesiger Hinkelstein wirkt der Storr...

 Dann geht es wieder zurück, vorbei an den schnaufenden Neuankömmlingen, denn es ist recht warm Heute.