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Von Durnness nach Skye

 

 

 

Wir sind froh, dass wir Durness verlassen und nach Skye aufbrechen. Die letzten Tage tobte hier Orkan 'Hector'. Zwar hielten sich die Schäden in Grenzen, aber die Fernsehanlage fiel aus. Das machte aber nichts, denn da die Heizungsanlage im Wohnzimmer ohnehin nicht funktionierte, fiel abendliches Fernsehen nun aus.

Vor vielen Jahren waren wir schon einmal auf Skye, mit Rucksack und per Bahn. Damals gab es nur eine Fähre vom Festland auf die Insel. Eine Fähre gibt es übrigens auch weiterhin und zwar die letzte und einzige Drehfähre der Welt. Davon später mehr.

Bei erstaunlich guten Wetter geht es los...

Die Landschaft fliegt an uns vorbei und bietet jede Menge interessanter Dinge. Diese Strecke ist sicherlich eine der schönsten Schottlands. Vorbei geht es am lang gestreckten Kyle of Durness. Etwas mehr als 160 Meilen liegen nun vor uns.

Es ist mal wieder ein 'Ritt durch die Einsamkeit', wie wir ihn lieben. Wenige Fahrzeuge kommen uns entgegen und die Landschaft ist grandios.

 

 

Teilweise gerade, freie Strecke, dann Berg und Talbahn. Hier kommt jeder auf seine Kosten.

 

Nur das Wetter hat zwischenzeitlich seine Meinung geändert und alles geht in strömenden Regen über. Die Behauptung, dass jedes Tal in Schottland sein eigenes Wetter habe, trifft Heute leider nicht zu. Es regnet durchgehend.

Als der Regen etwas nachlässt, erreichen wir ein weiteres Highlight: die Brücke von Kylesku. Majestätisch und gewaltig sieht sie aus.

Sie führt über den Loch Gleann Dubh und verbindet die Orte Kylestrome und Unapool.

Inzwischen nähern wir uns der ersten Zwischenstation, nämlich Ullapool am Loch Broom, doch vorher werden wir noch am Ardvreck Castle vorbei kommen...

Gebaut vom Clan McLeoad Ende des 15. Jahrhunderts steht diese Burgruine auf einer Halbinsel im Loch Assynt.

Der Regen lässt einfach nicht nach und wir sind froh, als wir in dem kleinen Küstenstädtchen Ullapool am Loch Broom ankommen. Dieses Städtchen ist charmant, aber bei Regenwetter und ohne feste Unterkunft verschieben wir einen längeren Besuch auf ein anderes Mal.

Immer dichter kommen wir unserem eigentlichen Ziel und der Dauerregen kann unsere Laune nicht vermiesen. Wir müssen nun aber aufpassen, da wir uns auf der Strecke des 'Celtman Thriatlon' befinden und viele durchnässte Rennradfahrer auf der Strecke sind. Es gibt Sportarten, auf die ich wirklich nicht scharf bin...

Beim 'Celtman!' muss man durch ein 'Loch' schwimmen, 23 km über Hochebene und Berge laufen und 200 Kiliometer mit dem Rad fahren. Wer sich aber gerne dafür anmelden möchte, kann das hier tun: Celtman

Hinter Kinlochewe biegen die Fahrer ab - und schon bald taucht das erlösende Hinweisschild auf Skye vor uns auf.

 Schon bald erreichen wir das Kinlochewe und haben eine ersten Ausblick auf die Skye Bridge.

Wie schon erwähnt, auf unserer ersten Tour mit Rucksack und Zelt gab es diese Brücke nicht, sie wurde erst 1995 fertig gestellt.

Sie hat eine Gesamtlänge von 500 Metern bei einer Durchfahrtshöhe von knapp 30 Metern.

 Nun sind es nur noch wenige Meilen und wir passieren die Brücke. Unser nächstes Ziel ist nun die kleine Stadt Broadford, um uns zu proviantisieren.

Die Straßen sind hier eindeutig besser und die Finanzierung (Hallo, Englisches Parlament!) ist vorwiegend der Förderung durch die EU zu verdanken, wie übrigens so vieles hier in Schottland oder auch Wales und England.

Dann ist es geschafft... wir haben unser Ziel erreicht.

Uns erwartet gleich eine angenehme Überraschung: im Gegensatz zu unserem vorherigen Cottage ist hier sogar für uns ein Kaminfeuer am lodern. Und in der Küche wartet eine Willkommenstorte, ein 'Victoria Sponge' auf uns.

Nun kann das Abenteuer Skye beginnen!

 


 

 

 Kylerhea - die letzte drehbare Autofähre der Welt

 

 

 

Auf NDR3 hatten wir vor Jahren einen Bericht über die letzte drehbare Autofähre der Welt gesehen. Diese Fähre führt über das Kyle Rhea, daher der Name und verbindet Skye mit dem Festland, nämlich mit Glenelg.

Das war natürlich ein 'Muss' auf unserer Reise und schon der Weg nach Kylerhea führte uns durch eine traumhafte Gegend, wie man sie nur noch selten findet.

Irgendwann vor der Skye-Brücke ging es rechts ab und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

 Klar, die Strecke wurde holperig und schwierig, aber das war die Gegend, die wir suchten!

Die Zeit scheint stehen geblieben zu sein, nur noch Einsamkeit und eine Landschaft, in der man den Rest seines Lebens gerne verbringen möchte.

Nur ein paar Schafe und Rehe ließen sich zwischendurch blicken, ansonsten...

Hier war wirklich der Weg das Ziel. Dann erreichten wir das eigentliche Ziel, die letzte Drehfähre auf diesem Planeten, doch die Autofähre ist noch am anderen Ufer unterwegs und so sehen wir uns ein wenig um....

Die

Wir hatten entweder eine günstige Zeit erwischt, oder es gab hier nur beschaulich wenig Kundenverkehr.

Scheinbar sind wir die Einzigen, die hier auf die Fähre warten, die sich noch am anderen Ufer in Glenelg befindet.

Wir sehen, wie die Rampen der Fähre hochgeklappt werden, bevor sie startet.

Langsam und beschaulich tuckert die Fähre über das Wasser. Es dauert aber nur wenige Minuten.

Nun hat das Schiff angelegt. Eine junge Frau springt auf den Jetty und vertäut die Fähre.

Nun wird es interessant, denn schließlich müssen nun die Fahrgäste aussteigen. Mal sehen, wie das funktioniert.

Der Kapitän steigt aus und zusammen drehen die beiden die Platform samt Autos und Fahrgästen herum.

Dann werden die beiden Rampen wieder heruntergeklappt und die Fahrgäste verlassen das Schiff.

"Wollt ihr mit?", ruft uns der Kapitän der 'Glenachulish' zu. Und ob wir das wollen!

So sieht die letzte Autodrehfähre der Welt also aus. Eigentlich gar nicht so kompliziert, oder? Es kommen keine weitere Fahrgäste, also haben wir die Ehre, die einzigen Passagiere auf der nächsten Überfahrt zu sein.

Wir fahren einfach über die Rampe auf die Fähre. Der Rest ist nun Aufgabe des Schiffsführers und seiner Helferin. Wir dürfen unseren Wagen verlassen und beobachten nun, wie die Rampen hochgeklappt werden. Es geht los!

Na ja, noch nicht. Natürlich müssen beide Rampen hochgeklappt werden, damit nichts ins Wasser rollt.

Dann lassen wir Kylerhea hinter uns. Es ist windig und wir haben Schietwetter. Aber das macht nichts.

Eine neugierige Robbe begleitet uns auf der Überfahrt nach Glenelg.

Wir haben Glenelg und den kleinen Leuchtturm erreicht. Schade, die Fahrt war viel zu kurz.

Nun werden noch die Rampen wieder heruntergeklappt und wir rollen an Land.

Das wars. Für den Kapitän und seine Besatzung ist nun erst einmal Mittagszeit angesagt.

 


 

 

Eilean Donan Castle

 

 

Wir beschließen über Shiel Bridge am Loch Duich zurückzufahren. Die Strecke ist zunächst auch eine gute Wahl.

Kurz vor Shiel Bridge - bei Ratagan - ist der Ausblick vom Parkplatz einfach umwerfend und wir machen hier eine Rast.

Vorbei geht es dann an Wasserfällen und dann kommen wir an ein Schild. Ich fürchte, dass ich nun keine andere Wahl mehr habe und dass dieser Kelch nicht an mir vorübergehen wird:

Ja, ok, ich sehe es ja ein. Das Wetter ist mies und es sind somit wenig Besucher auf diesem Touristenmagneten, also werden wir Heute einmal das Schloss besichtigen, und zwar auch von Innen. Mit überhöhtem Eintritt und allem, was dazu gehört.

 

Der Regen ist intensiver geworden und wir warten eine Pause ab, um uns zum Schloss zu begeben.

Eilean Donan Castle befindet sich heute im Besitz der vom Clan Macrae geschaffenen Conchra-Stiftung und wird als Museum genutzt.

Hier geht es nun in den Stammsitz des schottischen Clans der Macrae hinein.

Im April 1719 landeten 300 Soldaten unter dem Kommando von George Keith, 10. Earl Marischal als Teil der spanischen Unterstützung für die Jakobiten am Loch Duich und besetzten Eilean Donan Castle. Weil jedoch die versprochene Hauptunterstützung aus Spanien ausblieb, kam es nicht zum erwarteten Aufstand der jakobitischen Highlander. Die Royal Navy entsandte daraufhin drei Fregatten in die Region, die am 10. Mai die Burg erreichten.

Die spanischen Soldaten schossen mit Musketen auf den Unterhändler, der sich in einem Beiboot näherte; daraufhin eröffneten die Fregatten das Feuer auf die Burg. Der Beschuss dauerte eineinhalb Tage an, bis eine Mannschaft von den Fregatten aus die Burg stürmte und die 44 noch Überlebenden gefangen nahm. In den gefundenen Vorräten fanden sich über 300 Fass Schießpulver, die dann zur Sprengung von Eilean Donan Castle verwendet wurden.

Eilean Donan Castle wurde um 1220 während durch Alexander II. als Verteidigung gegen Wikinger-Überfälle erbaut.

Im Hintergrund der Loch Alsh Zur linken Seite hin liegt Eilean Dinan Caslte am Loch Duich

1912 erwarb Lt. Col. John MacRae-Gilstrap die Ruine und begann mit ersten Restaurierungsarbeiten. Unterstützt wurde er dabei von einem ansässigen Steinmetz, Farquhar MacRae, der mit MacRae-Gilstrap den Traum teilte: „claimed to have had a dream in which he saw, in the most vivid detail, exactly the way the castle originally looked“.

Die komplette Wiederherstellung wurde zwischen 1920 und 1932 durchgeführt, abweichend von den ursprünglichen Plänen wurden zusätzlich die steinerne Zugangsbrücke sowie ein Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Clans Macrae geschaffen.

Hin und wieder schauen die Geister der Vergangenheit durch die Fenster der Burg...

Während in der Küche wie vor Jahrhunderten alles für die Versorgung der Burggewohner getan wird.

Für heutige Verhältnisse ist dieses Doppelbett natürlich ein paar Nummern zu klein...

Nach dem Tod von MacRae-Gilstrap im Jahr 1937 blieb die Burg unbewohnt und wurde 1955 als Museum für die Öffentlichkeit freigegeben.

Die Kosten der Restaurierung werden auf 250.000 £ geschätzt.

Diese Burg gilt als eines der meist fotografierten Motive in Schottland. Über 310.000 Besucher würden jährlich gezählt und machen Eilean Donan Castle damit zu der am drittmeisten besuchten Burg Schottlands.

Auf den Plätzen davor liegt natürlich einsam Edinburgh Castle. Erst danach folgt das Braemar Castle.

 Dann haben wir genug gesehen und es hat sich doch gelohnt. Immerhin war es trocken in der Burg. Es wird nicht die letzte Burg auf dieser Tour sein. Allerdings wird die Burg, die wir in den nächsten Tagen noch vor uns haben, noch besser gefallen. Aber dazu später mehr.

Es geht zurück über die steinerne Fußgängerbrücke und besorgen noch ein paar Andenken aus dem Souvenirshop. Dann geht es über die Syke-Brücke zurück nach Dunvegan.

 


 

 

Old Man of Storr

 

 

Das Wetter ist besser geworden und wir begeben uns heute nach Portree, das wir noch als eine kleine, romantische Stadt am dazugehörigen Loch Portree in Erinnerung haben.

 Vorbei geht es an Wasserfällen über die verstopften Straßen von Skye. Überall Baustellen und Staus.

Dann wird die Strecke freier und wir erreichen Portree.

Hier ist die Zeit stehen geblieben zwischen schwarzen Klippen und einigen Hügeln.

In Portree soll schon der irische Mönch St. Columba im frühen Mittelalter gepredigt haben, deshalb hieß die Meeresbucht in alten Zeiten auch Eilean Choluimcille ,

Lange Zeit bestand Portree nur aus wenigen Häusern und einem kleinen Gasthaus. Erst mit Sir James, dem 16. Clanchef der MacDonalds, der 1766 im Alter von nur 25 Jahren unter tragischen Umständen in Rom starb, soll der Ort an Bedeutung gewonnen haben.

Portree ist touristisches Zentrum der Isle of Skye und im Sommer regelmäßig überlaufen. Vor allem während der Highland Games im August, dem größten regionalen Event, sind die Unterkünfte in der gesamten Umgebung ausgebucht. Das führte 2017 sogar zu behördlichen Warnungen, Reisende sollten ihre Übernachtungsmöglichkeiten unbedingt lange vor der Ankunft reservieren, nachdem sich Touristen ohne Quartier hilfesuchend an Polizeistationen gewandt hatten. 

Wir besuchen noch ein paar Shops, dann geht es zu unserem eigentlichen Ziel, zum Old Man of Storr

 Unser Staumelder schlägt Alarm: vor uns ist ein riesiger Stau, doch beim Näherkommen entpuppt sich das als eine riesige Anzahl von Autos, die links und rechts des Weges hier auf der Halbinsel Trotternish parken.

Es gibt Imbissbuden und so manches verrückte Fahrzeug. Ein paar hundert Wanderlustige sind schon hier, um dem Old Man einen Besuch zu erstatten. Soviel zum Thema Individualreisen.

Auf Dinosaurier werden wir beim dem Aufstieg sicherlich nicht stoßen... Die Halbinsel Trotternish besteht wie der größte Teil von Skye aus tertiären Basaltgesteinen, die auf älteren Sedimenten aus dem Jura aufliegen.

Nachdem wir doch noch einen Parkplatz gefunden haben, wandern wir mit der Menge. Allerdings sind es schon ein paar Kilometer und es geht natürlich stetig bergauf, so dass sich die Massen der Abenteurer nach und nach verteilen.

 

Der Ausblick wird von Minute zu Minute interessanter, unten befindet sich Loch Leathan.

Der Weg ist steinig und steil, einige Sandalenträger haben schon früh aufgegeben. Der Name Storr kommt übrigens aus dem Altnordischen und bedeutet Groß oder auch Gipfel.

Neben dem Old Man stehen weitere Felsnadeln, die gelegentlich als seine Familie bezeichnet werden. Seine Ex, die früher als seine Frau bezeichnete Felsnadel ist allerdings bereits vor Jahren eingestürzt. Nach einer Legende suchten ein alter Mann und seine Frau in der Gegend nach einer entlaufenen Kuh. Dabei trafen sie auf Riesen, vor denen sie flüchteten. Während der Flucht warfen sie einen Blick zurück und wurden daraufhin versteinert.

Das Lichterspiel durch die Sonne ist immer wieder abwechslungsreich und faszinierend.

Wir sind fast da, der 719 Meter hohe Storr liegt vor uns. Aufgrund des relativ brüchigen Basalts ist von einer Besteigung des Storr abzuraten, aber dafür fehlt uns ohnehin die Puste nach dem Aufstieg.

Deutlich ist hier das 'Gesicht' zu sehen, das allerdings je nach Licht und Schatten sehr unterschiedlich wirken kann.

 Wie ein riesiger Hinkelstein wirkt der Storr...

 Dann geht es wieder zurück, vorbei an den schnaufenden Neuankömmlingen, denn es ist recht warm Heute.


 

 

Kilt Rock

 

 

Das nächste Ziel ist Kilt Rock, Creag an Fheilidh

Vorbei an einer lila Bushaltestelle...

Seinen Namen erhielt dieser Fels, weil er angeblich dem Tartan-Muster des Schottenrocks ähnlich sieht. Der Parkplatz ist holperig und schlammig wie ein überschwemmtes Stoppelfeld.

Es geht auf eine Plattform und wenn man herunterschaut, geht es nur noch steil abwärts. Es ist der Mealt Fall, Ausgang des gleichnamigen Loch Mealt.

Neben dem gigantischen Wasserfall gibt es ein paar kleinere Rinnsale. 

Endlose Weiten. An klaren Tagen kann man die Isle of Lewis und sogar das Schottische Festland von hier aus sehen.

 

Dann fahren wir zurück und hier noch ein Tipp für die, die es nach Skye verschlägt: In Dunvegan gibt es einen urigen Gemüseladen, ein Besuch lohnt sich!

Er liegt direkt an der einzigen Straße durch den Ort und befindet sich in diesem Wellblechgebäude.

Der Laden ist eng und Einkaufskörbe gibt es nicht....

... aber das Gemüse ist frisch und reichhaltig. Die Preise sind niedrig.

 Mehr als 10 Leute passen allerdings nicht in den Laden, sonst gibt es Staus ohne Ende.

Die Regale sind sauber und gepflegt....

Wir haben hier des öfteren eingekauft und immer alles gefunden, was wir suchten.  

Also denn: viel Spaß beim Einkauf!


 

 

Duntulm Castle

 

 

Weiter geht es zu einer Ruine, zum Duntulm Castle. Hinter dieser Telefonzelle recht abbiegen... 

Duntulm Castle gehörte dem Clan MacDonald of Sleat, der im 14. Jahrhundert auf einem Basaltfelsen die Wehranlage errichtete.

Duntulm Castle befindet sich in einem sehr schlechten Zustand.

 Von den Befestigungsanlagen und Gebäuden sind nur noch Ruinen übrig, das Betreten ist verboten.

 Das Gelände ist zur Zeit gesperrt und eingezäunt, wobei Teile des Zaunes sich bereits verabschiedet haben.

Da die Reste der Außenmauern mitsamt den Klippen ins Meer zu stürzen drohen, scheint eine erneute Öffnung der Anlage unwahrscheinlich.

Allerdings verbietet es hier auch niemand, mal einen genaueren Blick auf die Ruine zu werfen....

Natürlich mit der nötigen Vorsicht, es ist glatt und steil hier.

In der Ferne liegt Eilean Trodday, allerdings nur mit einem Teleobjektiv gut zu erkennen.

 

Dann geht es zurück. Der stürmische Wind hat sicherlich auch Vorteile, wie hier zu sehen... Unser Nachbar läuft mir über den Weg. Er wohnt in Manchester und macht auch auf Skye Urlaub. Er beschwert sich über die vielen Touristen hier auf Skye. Dass er Engländer und somit ebenfalls Tourist ist, scheint ihm nicht klar zu sein.

Ich kanns mir nicht verkneifen und frage ihn nach seiner Meinung über den Brexit. Er sei Europäer, tönt er, ein richtiger Europäer. Aber in der EU wolle er nicht sein. Meine Vorurteile über Engländer wurden soeben wieder bestätigt.

 Aber es gibt auch intelligente Nachbarn neben unserem Cottage, so wie diesen abendlichen Besuch hier...

 


 

 

Dunvegan Castle

 

 

Nach so viel Ruinen kommt Heute mal was Feines: Dunvegan Castle.

Es ist nicht weit weg von Dunvegan, immer die Hauptstraße stadtauswärts und nach 2 Kilometern ist man schon da.

Nur noch diese eiserne Pforte und dann Eintritt bezahlen und los gehts!

Der Stammsitz des schottischen Clans der MacLeods.

Dunvegan Castle ist das älteste durchgängig bewohnte Schloss in Schottlands.

 Das Verlies, eine gute Gelegenheit, Störenfriede oder Ehefrauen loszuwerden.

Viele Figuren, Bedienstete des Schlosses sind noch heute anzutreffen....

Hier das typische damalige Zimmer eines Dienstmädchens...

... und dem dazugehörigen Dienstplan.

 

Im 13. Jahrhundert errichteten die MacLeods eine erste Befestigung auf einem Felsen. Eine einfache Schildmauer schützte Wirtschafts- und Wohngebäude. Hier wurden zum Schutz der Verteidiger Zinnen aufgesetzt.

Dieser Schlüssel stammt noch aus uralten Zeiten, als der Eingang zum Schloss ausschließlich seeseitig war und mit diesem Schlüssel geöffnet werden konnte.

Unterhalb des Schlosses liegt eine kleine Anlegestelle für Motorboote. Von hier aus werden Touren zu den Robbenkolonien in der Meeresbucht vor Dunvegan angeboten.

Vier Kanonen sind auf die Seeseite gerichtet.

Im 13. Jahrhundert errichteten die MacLeods eine erste Befestigung auf einem Felsen. Eine einfache Schildmauer schützte Wirtschafts- und Wohngebäude. Hier wurden zum Schutz der Verteidiger Zinnen aufgesetzt. 

Um das Jahr 1340 ließ Malcolm MacLeod, einer der wichtigsten Anführer der MacLeods, den großen Wehrturm errichten. Im 15. Jahrhundert wurde durch Alasdair Crotach MacLeod, den achten Clan-Anführer, der Feenturm errichtet. Seine vier bewohnbaren Etagen sind durch eine enge Wendeltreppe miteinander verbunden.

In der viktorianischen Zeit wurde ein großer Park angelegt.

Natürlich gibt es hier auch eine Gärtnerin in diesem sehr gepflegten Park.

Dank des Golfstroms kann eine Vielfalt von Pflanzen in dieser Anlage gedeihen.

Alles ist wirklich sehr gepflegt, selbst die Bänke wurden nicht vergessen.

Zudem gibt es zwei Wasserfälle, Laubengänge oder ein Seerosenbecken.

 Pflanzen und Blumen, alle mit Beschriftung und Name, die wir kaum aussprechen können.

 Die Parkanlage kann ebenso wie das Schloss selbst besichtigt werden. Es ist im Eintrittsgeld inbegriffen.

Dann verlassen wir diesen traumhaften Park...

 


 

 

Neist Point Lighthouse

 

 

Neist Point ist eine kleine Halbinsel mit einem Leuchtturm auf dem westlichsten Punkt der Insel.

Es geht einmal quer durch Skye, weg von der verstopften Hauptstraße und den Baustellen.

Gleich am Anfang begrüßt uns ein fantastischer Ausblick.

Eine Landzunge mit steil abfallenden Klippen streckt sich ins Meer hinein, Neist Point Lighthouse.

Als wir ein Stück auf den Klippen weiter gehen, sehen wir auch den Leuchtturm - unser nächstes Ziel.

Doch nun heißt es Treppen steigen...

Ich schätze, es waren so etwa über 300 Stufen. Wir grinsen, als wir sehen, dass viele Besucher, vorwiegend Japaner, angesichts dieses furchtbar langen Weges umdrehen und daher nur von den oberen Stufen den Leuchtturm mit ihren Handies knipsen.

Es ist in der Sonne schon etwas anstrengend, aber wie sind ja nicht zum Faulenzen hier.

Der 19 Meter hohe Leuchtturm wurde 1909 in Dienst gestellt.

Die Anlage wird heutzutage immer noch genutzt....

... allerdings wurde die Technik 1990 automatisiert, so dass Personal nicht ständig vor Ort sein muss. Die Steuerung erfolgt heute durch das Northern Lighthouse Board aus Edinburgh.

Geile Aussicht vom Nebelhorn aus, ich kann die Hebriden sehen!

Neben Schafen sind hier zahlreiche Seevögel. Mit etwas Glück kann man auch Robben, Delphine und Wale beobachten. Es bleibt heute aber bei Schafen und Vögeln.

Diese Klippe sieht aus, als wenn ein Riese ein Stück davon abgebissen hätte...

Ein fabelhafter Blick auf den Atlantik. Weiter Rechts sind die Hebriden.

Ein paar Ureinwohner hier....

... und weiter draußen.

 Nur noch ein paar Schritte und wir sind wieder oben!


 

 

Die Zeitkapsel

 

 

Gar nicht so weit weg von unserem Cottage befindet sich der Duirinish Stone. Wir können ihn von unserem Cottage aus fast sehen, wie ein Monument aus vergangenen Zeiten sieht er aus.

Doch er stand aus jüngster Vergangenheit. Er wurde von der Gemeinde aufgestellt. Unter ihm befindet sich eine Zeitkapsel,  ein Behälter zur Aufbewahrung von Dingen, mit dem Zweck, zeittypische Dinge für nachfolgende Generationen zu bewahren und zu dokumentieren. 

Es gibt auch die passende, musikalische Begleitung dazu...

Doch vorher passieren wir St. Mary’s Church, ein Friedhof auf dem MacLeods begraben wurden.

Es ist still hier, wir sind alleine. Nur der Wind rauscht leise...

Eine verfallene Kapelle...

Inschriften, kaum noch lesbar...

Ritterliche Gestalten aus längst vergangenen Epochen.

Es ist alles alt und verfallen hier, wirkt aber dennoch sehr gepflegt.

Natürlich gibt es hier viele keltische Kreuze...

... äußerst schmuckvolle Grabsteine...

 Bei diesem Anblick muss ich an Eilean Fhinnain, der keltischen Grabinsel im Loch Shiel, denken.

Der gesamte Friedhof ist von einer typischen Steinmauer umgeben. Nun sind es auch nur noch wenige Schritte bis zum Stein mit der Zeitkapsel.

Der Stein hat etwa ein Höhe von 5 Metern...

 Und die Aussicht bei diesem Wetter ist auch nicht schlecht.

Ein toller Ausblick ist das allemal...

Dunvegan am Fuße des Hügels... nun ist es Zeit zum Abendessen.