Beitragsseiten

Von Durnness nach Skye

 

 

 

Wir sind froh, dass wir Durness verlassen und nach Skye aufbrechen. Die letzten Tage tobte hier Orkan 'Hector'. Zwar hielten sich die Schäden in Grenzen, aber die Fernsehanlage fiel aus. Das machte aber nichts, denn da die Heizungsanlage im Wohnzimmer ohnehin nicht funktionierte, fiel abendliches Fernsehen nun aus.

Vor vielen Jahren waren wir schon einmal auf Skye, mit Rucksack und per Bahn. Damals gab es nur eine Fähre vom Festland auf die Insel. Eine Fähre gibt es übrigens auch weiterhin und zwar die letzte und einzige Drehfähre der Welt. Davon später mehr.

Bei erstaunlich guten Wetter geht es los...

Die Landschaft fliegt an uns vorbei und bietet jede Menge interessanter Dinge. Diese Strecke ist sicherlich eine der schönsten Schottlands. Vorbei geht es am lang gestreckten Kyle of Durness. Etwas mehr als 160 Meilen liegen nun vor uns.

Es ist mal wieder ein 'Ritt durch die Einsamkeit', wie wir ihn lieben. Wenige Fahrzeuge kommen uns entgegen und die Landschaft ist grandios.

 

 

Teilweise gerade, freie Strecke, dann Berg und Talbahn. Hier kommt jeder auf seine Kosten.

 

Nur das Wetter hat zwischenzeitlich seine Meinung geändert und alles geht in strömenden Regen über. Die Behauptung, dass jedes Tal in Schottland sein eigenes Wetter habe, trifft Heute leider nicht zu. Es regnet durchgehend.

Als der Regen etwas nachlässt, erreichen wir ein weiteres Highlight: die Brücke von Kylesku. Majestätisch und gewaltig sieht sie aus.

Sie führt über den Loch Gleann Dubh und verbindet die Orte Kylestrome und Unapool.

Inzwischen nähern wir uns der ersten Zwischenstation, nämlich Ullapool am Loch Broom, doch vorher werden wir noch am Ardvreck Castle vorbei kommen...

Gebaut vom Clan McLeoad Ende des 15. Jahrhunderts steht diese Burgruine auf einer Halbinsel im Loch Assynt.

Der Regen lässt einfach nicht nach und wir sind froh, als wir in dem kleinen Küstenstädtchen Ullapool am Loch Broom ankommen. Dieses Städtchen ist charmant, aber bei Regenwetter und ohne feste Unterkunft verschieben wir einen längeren Besuch auf ein anderes Mal.

Immer dichter kommen wir unserem eigentlichen Ziel und der Dauerregen kann unsere Laune nicht vermiesen. Wir müssen nun aber aufpassen, da wir uns auf der Strecke des 'Celtman Thriatlon' befinden und viele durchnässte Rennradfahrer auf der Strecke sind. Es gibt Sportarten, auf die ich wirklich nicht scharf bin...

Beim 'Celtman!' muss man durch ein 'Loch' schwimmen, 23 km über Hochebene und Berge laufen und 200 Kiliometer mit dem Rad fahren. Wer sich aber gerne dafür anmelden möchte, kann das hier tun: Celtman

Hinter Kinlochewe biegen die Fahrer ab - und schon bald taucht das erlösende Hinweisschild auf Skye vor uns auf.

 Schon bald erreichen wir das Kinlochewe und haben eine ersten Ausblick auf die Skye Bridge.

Wie schon erwähnt, auf unserer ersten Tour mit Rucksack und Zelt gab es diese Brücke nicht, sie wurde erst 1995 fertig gestellt.

Sie hat eine Gesamtlänge von 500 Metern bei einer Durchfahrtshöhe von knapp 30 Metern.

 Nun sind es nur noch wenige Meilen und wir passieren die Brücke. Unser nächstes Ziel ist nun die kleine Stadt Broadford, um uns zu proviantisieren.

Die Straßen sind hier eindeutig besser und die Finanzierung (Hallo, Englisches Parlament!) ist vorwiegend der Förderung durch die EU zu verdanken, wie übrigens so vieles hier in Schottland oder auch Wales und England.

Dann ist es geschafft... wir haben unser Ziel erreicht.

Uns erwartet gleich eine angenehme Überraschung: im Gegensatz zu unserem vorherigen Cottage ist hier sogar für uns ein Kaminfeuer am lodern. Und in der Küche wartet eine Willkommenstorte, ein 'Victoria Sponge' auf uns.

Nun kann das Abenteuer Skye beginnen!