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Bergen wurde 1070 gegründet. Bis 1830 die gröβte Stadt in Norwegen, ein wichtiger Europäischer Handels- und Seefahrtshafen und ein wichtiges Handelszentrum der Hanseatischen Kaufleute.

Das Deutsche Kontor wurde 1360 in Bergen etabliert und bestand 400 Jahre (ca. 1360-1754). Die Hanse erhielt ein Monopol im Handel mit Stockfisch und Fischöl. Das Kontor lag bei Bryggen, ganz im Zentrum.

Die Häuser bei Bryggen sind mehrmals abgebrannt, aber immer im alten Stil aufgebaut. Die Häuser von heutzutage stammen aus 1702 und sind UNESCO Weltkulturerbe.

 

Bergen ist in Norwegen auch als Syvfjellsbyen (Stadt der sieben Hügel) bekannt. Dieser Beiname soll auf den Dichter Ludvig Holberg, vermutlich in Anlehnung an die Sieben Hügel Roms, zurückgehen. Die eigentliche Anzahl Hügel, welche die Stadt umgeben, ist umstritten, unter anderem da fünf von ihnen (Ulriken, Fløyfjellet, Rundemanen, Blåmanen und Sandviksfjellet) alle Teil desselben Massivs sind.

Lyderhorn (396 m), Damsgårdsfjellet (317 m), Løvstakken (477 m), Ulriken (643 m), Fløyfjellet (400 m), Rundemanen (568 m), Sandviksfjellet (417 m).

Nach mehreren verheerenden Stadtbränden (1702, 1855, 1916), die durch die typisch norwegische Holzbauweise begünstigt wurden, erließ die Stadt Verordnungen, die den Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet nicht mehr gestattete.

Das Hafenviertel Bryggen, das bei den Stadtbränden mehrmals nicht verschont geblieben war, wurde nach jeder Zerstörung nach originalen Plänen wieder aufgebaut. Das Profil ist daher heute noch dasselbe wie im 12. Jahrhundert.

Beim großen Brand im Jahr 1702 wurden fast alle Gebäude, die größtenteils aus Holz gebaut waren, vernichtet. Es folgte jedoch ein Wiederaufbau im alten Stil. 1901 wurde ein Teil der südlichen Häuserzeile abgerissen und in Ziegelbauweise, aber mit den Giebeln im alten Stil neu errichtet. Seit dem Zweiten Weltkrieg, in dessen Folge alles Deutsche in Norwegen recht unbeliebt war, wird die Deutsche Brücke im Allgemeinen nur noch Bryggen genannt. In der Nachkriegszeit wurde das Viertel vernachlässigt, und bei einem Brand 1955 wurden erneut große Teile von Bryggen zerstört. Etwa die Hälfte der aus dem Jahr 1712 stammenden Gebäude ging verloren. Nach jahrelangen Diskussionen – zur Debatte stand auch ein Abriss der erhalten gebliebenen 62 Häuser – kam es ab 1965 jedoch zur Wiederherstellung.

Es ist zwar erst Midsommar, doch es kann ja nicht schaden, sich schon mal ein paar Weihnachtsideen anzuschauen.

Und da gibt es so manches Originelles und Albernes.

Nach quälend langer Zeit ist auch dieser informative Besuch beendet und es geht weiter zum Markt am Hafen.

Den netten, ca. 20 Meter langen Stockfisch in Bryggen finden wir heute nicht, vielleicht ist er ja in Reparatur.

Dafür gibt es aber frischen Fisch auf dem Markt. Wer Fisch in jeder Form mag, ist hier bestens aufgehoben, wir lassen diese Kumpel aber hängen.

Wer hier nicht war, war nicht wirklich in Bergen, egal ob man Fisch mag oder nicht. Viele Stände sind hier aufgebaut, wir jedes Mal. Eine erste urkundliche Erwähnung des Markts ist im Bergener Stadtgesetz aus dem Jahr 1276 überliefert. Vom 13. bis zum 16. Jahrhundert fand der Markt am Nordufer der Bucht zwischen der Festung Bergenhus und dem Ostende der Bucht und somit vor den hanseatischen Handelshäusern der Tyskebryggen.

1541 verlangten die Bürger Bergens eine Verlegung des Markts an einen neutraleren Standort, um der Kontrolle des Markts durch die Hanse zu begegnen. Letztlich wurde der Markt an seinen heutigen Ort verlegt.

Anfänglich wurden nur Fische aus den umliegenden Seegebieten angeboten. Die Fische wurden zum Teil noch lebend direkt aus Ruderbooten und Schiffen verkauft. Der Fisch wurde dabei in Kisten mit Löchern gehalten und hinter den Booten bis zum Markt hergezogen.

Heute werden auf dem Markt Fische und auch exotische Meeresfrüchte aus der ganzen Welt in modernen Verkaufsständen angeboten. Neben Dorsch, Hering und Pollack werden auch Königskrabben und Lachs aus dem Nordmeer und Seeigel aus dem Mittelmeer gehandelt. Auf dem heute vor allem auf Touristen ausgerichteten Markt werden darüber hinaus auch Obst, norwegische Beeren und Gemüse sowie Produkte aus Elch und Rentier gehandelt. Sogar Walfleisch ist im Angebot.

 

Auf der Suche nach dem Ankerplatz der Hurtigruten schlendern weiter am Hafen entlang und treffen auf eindrucksvolle Wandgemälde.

Es ist wirklich schöne Graffiti, die Bilder sind eindrucksvoll...

 ...und ihre Aussagekraft beeindruckt uns.

Wir erfahren, dass es hier momentan 248 Streetart-Zeichnungen geben soll.

Wir fragen uns, ob Banksy in diesem Stadtteil war, erinnert uns doch vieles an seine Bilder.

Auf der Suche nach einer Pizzeria oder einem Restaurant stoßen wir auf die 'kürzeste Straße Norwegens'.

Wirklich nicht groß, aber dafür ist der 'Hellandsgarden' sicherlich auch sehr ruhig. Allerdings soll es es es Schottland, auf Wick, eine noch kürzere Straße geben: der Ebenezer Place, er ist nur rund 2 Meter lang und besteht aus nicht mehr als aus einer ganz schmalen Häuserfront. Diese Hausfassade wiederum hat gerade mal Platz für nur eine Tür. Aber der Ebenezer Place im schottischen Wick ist nun mal eine offizielle Straße und damit die kürzeste der Welt.

Dann endlich am Ende der langen Straße Strandgaten erreichen wir unser Ziel. Niemand zu sehen, doch meine Kommandatur verbietet mir einen Kurzbesuch des Schiffes.

Die MS Otto Sverdrup (früher MS Finnmarken) ist nach einem großen norwegischen Polarabenteurer benannt. Es ist eines von zehn Kreuzfahrtschiffen der Hurtigruten.

Dafür finden wir eine gemütliche Pizzeria und löhnen knapp 50€ im 'Tavassi Taste' für 2 exzellente Calzone mit Cola.

 Bei strömenden Regen machen wir, dass wir in unser trockenes Cottages zurück kommen, allerdings wundern wir uns schon, ob sich hinter diesem Tor eine Werkstatt oder ein Hobbyraum verbirgt...

Der Blick aus dem Fenster auf den Ulriken lässt uns auf besseres Wetter hoffen. Unsere Wohnung im Minde Apartment ist wirklich schön und geschmackvoll, nur die Technik funktioniert nicht so richtig und benötigt Nachbesserung. Das Wlan hat Aussetzer und der Fernseher ist nicht angeschlossen.

Bleibt nur zu hoffen, dass auch das Wetter hier nachgebessert wird.