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Nach Sognefjellet geht es heute. Nordeuropas höchster Pass, wir werden eine Serpentinenfahrt von 47 Kilometern vor uns haben. Es geht auf über 1.300 Metern Höhe.

Wegelagerer machten in früheren Zeiten die Gegend unsicher und raubten die Warentransporte aus. Aber da machen wir uns heute keine Sorgen.

 

Wir kommen an einem interessanten Gebäude vorbei.

 

Dann bringt uns ein Schiff auf die andere Seite des Sognefjords. Einen Moment sind wir verwirrt, niemand will uns Geld für die Überfahrt abknöpfen. Wozu auch? Hier in Norwegen geht das automatisch, anders als bei uns. Die Überfahrt wird gleich vom Konto abgebucht.

Aus der Ferne betrachtet, sieht das eigentlich nicht so schlimm aus, schon gar nicht nach richtigem Schnee. Doch das ändert sich bald.

 

Noch ein kleiner Dreifach-Wasserfall vorweg und es geht in den Schnee...

Plötzlich wird die Straße enger, kinks und rechts befinden sich hohe 'Schneemauern', so an die 3 Meter hoch. Nun ist uns klar, warum diese Strecke im Winter gesperrt ist und warum hier keine Busse von einer Länge über 12,4 Metern durch dürfen. An der nächsten Kurve würden sie sicherlich feststecken...

Vereinzelte Hütten, aber hier zu wohnen und zum Einkaufen die Strecke hinunter und wieder heraus zu fahren, wäre uns ein wenig zu anstrengend.

Hin und wieder sehen wir Steinhaufen. Wir erfahren, dass sie früher als Wegmarkierungen dienten, nämlich für die Wanderer und die wenigen Einwohner, die hier leben und lebten.

 Weiter geht die Fahrt durch die winterliche Landschaft. Wir haben heute Glück mit dem Wetter. Weiter geht es auf dieser höchsten Passstraße Nordeuropas.

Der Ausblick scheint nicht zu enden, nach einer Bergkette schließt sich die nächste an.

Hier, am Parkplatz von Mefjellet finden wir einen perfekt quadratischen Stein. Seine Oberfläche glitzert im Sonnenschein. Wer macht so etwas? Es handelt  Steinskulptur von irgendeinem Knut, durch den Stein sieht man die Gebirgslandschaft mit anderen Augen. Mag sein...

Dann erreichen wir das Ski-Centrum, logischer Weise heißt das hier Sognefjellshytta. Hier gibt es Erfrischungen, einen warmen Unterschlupf und eine tolle Aussicht. Das ist unser eigentliches Ziel, ein paar Meter weiter geht es zum höchsten Punkt des Gebietes.

Wir haben den höchsten Punkt erreicht und nun ist Schluss, es geht auf den Rückweg.

Wir sehen auf dem Rückweg einen liegen gebliebenen Wagen, der Fahrer wartet auf den Abschleppwagen. Unser Auto hat aber die Abwärtsquälereien gut weg gesteckt. Nun aber gilt es, über steile Kurven abwärts zu gelangen.

Da wenig Gegenverkehr kam, ging es flott abwärts.

Zurück über den Tindevegen, das führt uns zwar über eine Mautstrasse und es folgt immerhin keine Fähre.

Und so muss man sich hier Meter um Meter regelrecht herunter schrauben, bis man aus den Schneegebiet heraus ist. Dann wird die Landschaft wieder grün.

Nur noch ein paar kleine Windungen und es geht zurück in unsere Hütte. Es gibt gewiss einfachere Strecken, aber diese hier ist einfach nur genial.