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Heute geht es nach Aurdalsfjelett, auch als so genannter 'Schneeweg' bekannt, dann ein Abstecher nach Flam.

Natürlich hätten wir auch den Tunnel nach Flam nehmen können, aber da ist naturgemäß wenig Aufregendes zu sehen.

 Das Wetter ist schaurig bis grieselig, die Wolken hängen recht tief. Die Sonne kommt heute wohl nicht durch.

 Vorbei geht es an rauschenden Wildwassern, weites Land und viel Grün.

Hin und wieder führt eine Brücke direkt über einen Fluss, immer wieder staunen wir über die extrem blaue Farbe der Flüsse, sie kommt von dem dem kalkhaltigen Boden der widerum ist die Grundlage für eine sehr reichhaltige Flora mit einigen seltenen Arten.

Die Flüsse scheinen sich um die Felsen herum zu winden. In der Ferne ist nun der erste Schnee zu sehen, in 1-2 Stunden werden wir dort sein.

Das Wetter ist nicht besser geworden, aber nun sind wir fast da: endlich Schnee, und das im Sommer!

Wir laufen durch den tiefen Schnee, sacken ein und haben trotz des nun einsetzenden Regens jede Menge Spaß.

Von Fjord zu Fjord geht es über ein kahles Hochgebirge, doch Schnee ist noch überall. Wir sind begeistert, auch wenn die Schneemassen uns zu erdrücken scheinen.

An einem atemberaubenden Wasserfall halten wir an. Nachdem wir gut gewässert sind, zieht es uns ins Trockene zurück. Wir fahren weiter.

Die Straße wurde bereits seit langer Zeit als Handelsweg genutzt, über den Hering und andere Fische sowie Salz von der Küste ins Landesinnere und umgekehrt Häute, Butter und Eisen vom Landesinneren zum Meer transportiert wurden. Es muss mühsam gesesen sein, zumal bei diesem Wetter.

Nun geht es recht steil und flott die Serpentinen talwärts. Natürlich müssen wir ein wenig vorsichtig sein, denn es regnet nach wie vor und wir möchten nicht auf dem kürzesten Weg ins nächste Tal rauschen.

Es ist aber nicht weit und schon nach wenigen Minuten haben wir diese Schneelandschaft hinter uns gelassen und sind wieder in grünen Gebieten. Der Wald hat uns wieder.

 An besseren Tage gibt dieser kleine Aussichtplatz am Stegastein sicherlich mehr her, aber wir sind nicht wählerisch. Es ist nun auch nicht mehr weit, Flam liegt fast vor uns.

 Die wunderbare Aussicht auf den Sognefjord. Wir bummeln noch ein wenig an den Schaufenstern der kleinen Einkaufsstraße am Bahnhof.

Dann ist es Zeit für den Rückweg. Eine Fahrt mit der Bahn ist hiermit auf ein paar Tag später verschoben, bei dem Mistwetter lohnt es sich nicht.

Zurück geht es durch den schon erwähnten Flam-Tunnel, den Lærdalstunnel. Mit seinen 24,5 Kilometern ist er der längste Straßentunnel der Welt.  Endlich wissen wir nun, wo die Trolle wohnen...