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Früh am Morgen fahren wir los. Das Tal soll sich über 40 Kilometern Länge ausdehnen. Utladalen ist das tiefste Tal Norwegens und auf dem Gebiet der Kommune Årdal. Am Ende der Straße befindet sich ein Parkplatz.

Hier beginnt die ca. 13 km lange, als 'leicht' beschriebene Wanderung. Den Wegbeschreibungen der Norweger sollte man nicht trauen. Es gibt die Kategorien grün, blau und rot.

Man sollte sich allerdings nicht auf eine blaue (mittel schwere) Strecke begeben, schon die grüne ist als 'leicht' gelinde gesagt, untertrieben.

Schon der erste Wasserfall ist spektakulär und wir werden geduscht, so weit spritzt das Wasser des gut 200 Meter langen Wasserfalls, bevor er auf die Erde klatscht und eine Fontäne von sich gibt.

Über einen steilen Weg geht es weiter und noch sind wir guter Dinge.

Vorbei geht es an Brücken, mal geht es über dieselben, doch meistens geht es bergauf.  Die Pausen zwischen dem Laufen werden kürzer.

Wasser, wohin man hier auch sieht. Dann gelangen wir an eine besonders schöne Stelle. Der Weg dorthin ist verflucht steinig und ich handele mir eine Zerrung ein.

Aber diese Stelle lädt zum Verweilen ein. Das Wasser ist turkis und das weißt auf Kalkablagerungen aus den Berge hin. Wir können uns vorstellen, dass diese Stelle hier die 'blaue Lagune' genannt wird. Das Wasser scheint aus einer Höhle herab zu fließen.

Dieser See lädt zum Baden ein, wir fragen uns, ob wir diese Stelle nicht schon einmal in irgendeinem Film gesehen haben.

Dann geht es weiter, immer weiter berauf. Die Füße tun langsam weh und eine üble Zerrung verhindert die Ersteigung der nächsten Höhe. Wir haben genug Wasserfälle gesehen, beschließe ich und wir gehen die 8 Kiliometer zurück.

Abwärts ist es einfach entspannter.

Es lohnt sich immer wieder, mal einen Abstecher zu den kleinen Ortschaften zu unternehmen, manches ist alt, aber wunderbar in Stand gesetzt.