Es ist geschafft, wir erreichen Bergen,  die zweitgrößte Stadt Norwegens. 

Schnell wird klar, warum diese Stadt so heißt. Viele Häuser sind hier in 2. und 3., oft in 4. und noch mehr Reihen gebaut. Dicht an dicht. Wer weiter oben wohnt, hat einen beschwerlichen Aufstieg. Bergen ist auf 7 Bergen gebaut.

Hat aber auch seine Vorteile. Ein Blick aus dem Fenster und man weiß gleich, was es beim Nachbarn zu essen gibt.

Irgenwie ist hier das Leben stehen geblieben. Wunderschöne Gassen, viele kleine Nebenstraßen.

Einfach mal planlos durch die Straßen streifen, kann hier zu einer langwierigen Sache werden.

Wir wurden gewarnt, uns unbedingt eine Parkplakette zu besorgen. In der Tat sind Parkplätze hier knapp und sehr begehrt.

Unser erster Weg führt uns zur alten Hafenfront Bryggen. Einfach immer nur abwärts gehen!


 

Das Hansekontor Bryggen

Nur noch durch diese hohle Gasse und wir sind erreichen das alte Hansakontor Bryggen.

Als Mitglied der Hanse war Bergen mehrere Jahrhunderte lang Zentrum des florierenden Handels zwischen Norwegen und dem Rest der Welt. Da Kontore keine selbständigen Mitglieder der Hanse sein konnten, wurde die Niederlassung der Hansestadt Lübeck untergeordnet. 

Diese Hafenfront ist das schöne Überbleibsel aus dieser Zeit. Bryggen - hier wird immer noch gehandelt. Heutzutage allerdings mit anderen Dingen. Machen wir doch mal einen Rundgang:

Bereits im Jahr 1070 wurde die norwegische Stadt Bergen immer wichtiger für den Sachen Handel mit Fisch aus dem Norden und anders herum Getreide aus dem Süden. Aus diesem Grund gründete die Hanse im Jahr 1343 hier eine Niederlassung.

Die Zugänge zum Inneren dieser Mini-Stadt sind kleine, enge Gassen.

Manchmal muss man schon den Kopf einziehen.

Alles ist hier in liebevoller Kleinarbeit erhalten worden.

Kleine Schnick-Schnack-Läden, Kunsthandwerk und historische Museen findet man in den gut erhaltenen Gebäuden.

1702 wurde Bryggen durch einen Brand fast vollständig zerstört. Es erfolgte jedoch ein Wiederaufbau im alten Stil. Dann wütete im Jahr 1955 ein Feuer in dem „hölzernen“ Teil von Bergen. Doch alles wurde in seinem ursprünglichem Stil aufgebaut. 

Das Hanseviertel Bryggen gehört mit seinen etwa 60 Gebäuden zum Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als bedeutendste historische Sehenswürdigkeit Bergens.

Da alle Gebäude aus Holz sind und die Abstände zum Nachbarn sehr dicht sind, werden sämtliche Gebäude nicht beheizt.

Es ist faszinierend, wie dieses Viertel heute ein Ort für ein abwechslungsreiches Geschäftsleben geworden ist.

Es ist eine echte Reise in die Vergangenheit.

Dieser hölzerne Stockfisch ist ein Hinweis darauf, dass die Hanse ein Monopol im Handel mit Stockfisch und Fischöl inne hatte. Das Kontor dafür lag natürlich in Bryggen.


 

 Fløibane - Panoramablick auf Bergen

 Floybahn

 Nicht weit von Bryggen entfernt startet die Floybahn hinauf auf den knapp 400 Meter hohen Fløyberg.

Floybahn kommt

Mit der Fløibahn dauert es nur 8 Minuten, um ganz Bergen sehen zu können.

Floybahn aufwärts

Nun geht es 848 Meter aufwärts. Die Steigung beträgt 15° bis 26° bei einer Geschwindigkeit von 6 m/s.

 Bergen

Es ist noch früh und nur wenige Menschen verlaufen sich auf der großen Plattform.

 E39

Unten sehen wir die E39, die von Kristiansand bis hoch nach Trondheim führt.

 Lille Lungegårdsvannet

Der kleine See im Zentrum Berges ist übrigens der Lille Lungegårdsvannet.

 Bergen von Oben

Dort hinten am Hafen von Bergen starten auch die Schiffe der Hurtigruten nach Finnmark.

Volkslied von Edvard Grieg

Wer kennt das Lied? Ein Tipp: es ist von Edvard Grieg.

Gedränge

Dichtes Gedränge auf der Rückfahrt. Jeder will nach Vorne.

Floybahn abwärts

Dann geht es steil zurück.

Floybahn nach Bergen

Ganz vorne in der Floybahn ist natürlich die beste Aussicht.

Floybahn Gegenverkehr

Es gibt auch zwei Ausweichstellen. Diese heißt Fjellveien, die andere ist Promsgate

Es gibt auch Haltestelle ohne Ausstieg hinter Promsgate namens Skansemyren.

Zum Abschluss geht es noch einmal durch einen Tunnel und dann...

Gedränge bei der Floybahn

sehen wir die Masse der Langschläfer, die auch schon eingetroffen sind.

 

 Ein letzter Weg führt uns in die Innenstadt von Bergen, Vorräte auffrischen für die Weiterfahrt in den Norden.

 

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