Das Hansekontor Bryggen

Nur noch durch diese hohle Gasse und wir sind erreichen das alte Hansakontor Bryggen.

Als Mitglied der Hanse war Bergen mehrere Jahrhunderte lang Zentrum des florierenden Handels zwischen Norwegen und dem Rest der Welt. Da Kontore keine selbständigen Mitglieder der Hanse sein konnten, wurde die Niederlassung der Hansestadt Lübeck untergeordnet. 

Diese Hafenfront ist das schöne Überbleibsel aus dieser Zeit. Bryggen - hier wird immer noch gehandelt. Heutzutage allerdings mit anderen Dingen. Machen wir doch mal einen Rundgang:

Bereits im Jahr 1070 wurde die norwegische Stadt Bergen immer wichtiger für den Sachen Handel mit Fisch aus dem Norden und anders herum Getreide aus dem Süden. Aus diesem Grund gründete die Hanse im Jahr 1343 hier eine Niederlassung.

Die Zugänge zum Inneren dieser Mini-Stadt sind kleine, enge Gassen.

Manchmal muss man schon den Kopf einziehen.

Alles ist hier in liebevoller Kleinarbeit erhalten worden.

Kleine Schnick-Schnack-Läden, Kunsthandwerk und historische Museen findet man in den gut erhaltenen Gebäuden.

1702 wurde Bryggen durch einen Brand fast vollständig zerstört. Es erfolgte jedoch ein Wiederaufbau im alten Stil. Dann wütete im Jahr 1955 ein Feuer in dem „hölzernen“ Teil von Bergen. Doch alles wurde in seinem ursprünglichem Stil aufgebaut. 

Das Hanseviertel Bryggen gehört mit seinen etwa 60 Gebäuden zum Weltkulturerbe der UNESCO und gilt als bedeutendste historische Sehenswürdigkeit Bergens.

Da alle Gebäude aus Holz sind und die Abstände zum Nachbarn sehr dicht sind, werden sämtliche Gebäude nicht beheizt.

Es ist faszinierend, wie dieses Viertel heute ein Ort für ein abwechslungsreiches Geschäftsleben geworden ist.

Es ist eine echte Reise in die Vergangenheit.

Dieser hölzerne Stockfisch ist ein Hinweis darauf, dass die Hanse ein Monopol im Handel mit Stockfisch und Fischöl inne hatte. Das Kontor dafür lag natürlich in Bryggen.