Bornholm

Bornholm, ein Juwel in der Ostsee, ist 1600 Quadratmeter groß und hat eine Einwohnerzahl von ca. 47.000. Die Küstenlänge beträgt 139 Kilometer. Die Radwege und die Zeltplätze zählen zu den besten in Europa.

Als am fernen Horizont ein schmaler Landstreifen in Sicht kam, wurde es an Bord wieder lebendig. Fast war es geschafft, langsam näherte sich das Schiff dem Hafen von Roenne. Dieses Mal waren wir mit Kind und Auto gekommen. Wir waren gespannt, denn die bisherigen Reisen mit dem Fahrrad hatten uns zu echten Fans dieser Insel werden lassen.

Wir verließen Rönne in südlicher Richtung und fuhren vorbei an Arnager. Hier lohnt es sich, einmal die Küste entlang zu gehen. Martina hat hier im Kalkgestein sogar einen Ammoniten gefunden. Naja, wenigstens habe ich dafür einen toten Krebs gefunden. Weiter ging die Fahrt an der Südküste mit ihrem wunderbarem Strand in Richtung Elmestrand. Nach kurzer Zeit waren wir angekommen.

Das Haus war wunderbar gelegen, ein großes Grundstück vor dem Haus lud in einem großen Halbkreis zum Spielen und Toben ein. Abends wurde es für die kleine Christina und uns besonders aufregend: Rehe mit ihren Jungen zogen über das Grundstück. Von unserem Fenster aus konnten wir hautnahe Videoaufnahmen machen, sogar ein paar Fasane zeigten sich. Es gehört Freunden von uns und es wird in der Sommerzeit vermietet.

Unsere ersten Exkursionen führten uns nach Paradisbakkerne und Ekkodalen im Landesinneren. In Döndalen kann man stundenlang durch einsame und abenteuerliche, fast urzeitliche Wälder spazieren gehen. Der Wasserfall hier hat eine Höhe von 22 Metern

Zwischendurch führt ein langer Holzsteg über einen See bis hin zu einem riesigen Wackelstein. Alleine für den Besuch des Landesinnern sollte man sich viel Zeit nehmen. Ein Fahrrad ist nicht unbedingt empfehlenswert, denn oft genug hieß es für uns: absteigen und tragen....

Hat man vom Laufen genug, so kann man sich wunderbar am Rubinsee entspannen, bevor die 4 Rundkirchen der Insel,

Nyker , Nylars , Olsker und Oesterlars

besichtigt werden.

Wer Lust hat, kann sich auf einen wunderbaren, langen Strandweg begeben. Angefangen in Arnager, führt dieser Weg die Südseite entlang bis Dueodde. Dort geht es weiter in nördlicher Richtung über Snogebaek, Balka, Nexoe, Arsdale und Svaneke. Jetzt geht es weiter auf der Nordseite über Listed, Boelshavn, Melstedt nach Gudhjem. Hier bietet sich uns eine völlig andere Landschaft. Strand gibt es hier praktisch nicht, nur Felsen und Steilhänge. Weiter geht die Reise über Sandkaes, Allinge nach Sandvig.

In der Nähe von Sandvig solte man auch der Burg Hammerhus einen Besuch abstatten. Hier kann man auch eine Bootsfahrt in eine der Grotten unternehmen. Wenn man vom vielen Wandern hungrig geworden ist, dann kann man sich zwischendurch etwas leckeres gönnen. Allerdings nicht die ungenießbaren Pölser, sondern einmal eine Rogeri besuchen und frisch geräucherten Fisch probieren. Wer will, kann auch beim Räuchern der Fische zusehen.

Von Sandvig aus, genau wie in Gudhjem und Svaneke, geht eine Fähre nach Christiansoe. Auf der Fahrt dorthin begegneten wir übrigens vielen Seehunden.

Nachdem wir über Vang nach Hasle gekommen sind, versorgen wir uns erst einmal mit geräuchertem Fisch. Wir sind nun wieder auf flacherem Gelände angekommen. Das ist der besondere Reiz dieser Insel, sie hat zwei Gesichter. Genau genommen, sind es sogar drei: die flache Südküste mit ihren wunderbaren Stränden, die schroffe Nordküste und das faszinierende Landesinnere. Erwähnt werden sollen aber auch noch die romantischen Häfen dieser reizvollen Insel.

Wenn man zur Zeit der Sonnenwende auf der Insel weilt, kann man dem Midsommerfest beiwohnen. Am späten Abend werden überall große Holzhaufen für die alljährlich Hexenverbrennung aufgeschichtet. Natürlich

Es folgten noch mehrere Reisen nach Bornholm, aber ich möchte es bei diesen alten Bericht belassen. Vielleicht, weil der erste Besuch auf dieser schönen Insel auch der aufregenste war.

 

 

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