Iona – die heilige Insel der Schotten

Iona ist eine der Inseln der Inneren Hebriden in Schottland. Die größten Inseln der Inneren Hebriden sind Skye und Mull. Iona gehört zu den kleineren. Iona bildete über Jahrhunderte das geistliche Zentrum Schottlands, daher waren wir sehr gespannt auf, das, was uns dort erwarten würde.

Wir wählten die recht kurze Route ab Fionnphort, das übrigens Finnpho' ausgesprochen wird.

Schon vor Jahren waren wir den Wegen Calum Cilles, oder auch der heilige St. Columba genannt, bis an den Loch Shiel gefolgt. Das war auf der Begräbnisinsel Eilean Fhionnain.

Dieses Mal sollte die Hinfahrt wesentlich einfacher werden und so nahmen wir die Fähre von Fhionnphort auf Mull nach Iona.

Um den Touristenhorden zu umgehen, fuhren wir vormittags and einem Sonntag. Bei bestem Wetter übrigens.

Wir nahmen den Weg an der Küste entlang, vorbei an gepflegten Gärten mit herrlichem Blick auf Mull...

vorbei an der St. Columba Chapel.

Der Weg zur Iona Abbey ist kurz und nach weniger als einem Kilometer sind wir schon da.

 


 

Iona Abbey

 

Das Kloster von Iona liegt vor uns.

Ein heiliger Brunnen mit heiligem Wasser. Es heißt, das Ende der Welt ist gekommen, wenn diese Steine, die 'Clachan Brath', die 'Prayer Stone' gänzlich abgeschabt sind.

Von hier aus soll sich das Christentum in den Hauptteil Schottlands verbreitet haben.

Immer wieder taucht der Name Calum Cilles, den heiligen St. Columba auf.

Sein Kissen, 'St. Columba's Pillow', das zunächst an seinem Grab lag....

und später in die Abbey gebracht wurde.

Am Haupteingang kann man sich auch ein paar Kopfhörer mit akustischen Informationen als Audioguide ausleihen, Matina macht das auch, aber ich konzentriere mich lieber auf die optischen Eindrücke.

Und das sind eine Menge. Eine Kirche mit so vielen Nebenräumen, dass man sich hier fast verlaufen kann.

Überall Begräbnissplätze von Schottischen Königen, wie Malcolm II., Macbeth, Duncan I. und vielen anderen.


Fenster, eines schöner als das andere..

 Hier ist Mull im Hintergrund zu sehen.

Dieses Fenster zeigt den heiligen St. Columba, der übrigens 597 starb.

Im 5. Jahrhundert begann Calum Cille mit der Errichtung dieses Klosters, das zum Zentrum des Christentums Schottlands wurde.

Natürlich waren auch die Wikinger hier und haben so gehaust, wie sie es oft taten.

Ende des 1. Jahrtausends wurde das mehrfach zerstörte Kloster dann aufgegeben.

Im 12. Jahrhundert wurde aus den Fundamenten das Abbey neu errichtet.

Dann ging das Kloster durch mehrere schottische Clan-Hände und Angang des 19. Jahrhunderts wurde das Kirchengebäude wieder aufgebaut.

Hin und wieder findet man Grünzeug, das aus dem alten Mauerwerk quillt.

Ein Taufbecken...

...natürlich finden hier regelmäßg Gottesdienste statt.

1938 wurde die Iona Community als ökumenische Gemeinschaft gegründet.

Iona Abbey wird von der Gesellschaft Historic Scotland verwaltet.

Eine andächtige, fast beklemmende Stille....

Eine kleine Kapelle in einem Nebenraum der Hauptkirche.

Immer wieder stehen Gedenktafeln an den Wänden der Gänge.

Nun sind wir im Innenhof, dem sogenannten 'Kreuzgang'.

Fein geschnitzte Kapitelle...

Auf dieser Ebene befindet sich auch der Tagungsort der Iona Community...

eine Skulptur namens 'Descend of the Spirit'. Nun ja....

Neben Kloster und Abtei finden wir noch eine kleinere Ausstellung.

Und die hat es in sich:

Das Buch der Kelten - The Book of Kells!

Ein letzter Blick auf das Kloster, dann geht es weiter nach Findlay's Rock, an die Spitze von Iona.


 

Findlay's Rock

 

 

 Findlay's Rock ist die Nordspitze der Insel Iona.

Es gibt eigentlich nichts Besonderes hier, außer einigen Schafen, Felsen und Strand.

Der Weg dorthin ist von der Abbey aus nicht weit. Iona ist schließlich nur 3 Meilen lang und etwa 1,5 Meilen breit.

Schnell erreichen wir Traigh an t-Suidhe (Beach of the Seat) und haben unser Ziel erreicht.

Dort liegt die unbewohnte Insel Eilean nam Ban.

Der Ausblick auf die Inseln Staffa, Little Colonsay, Gometra,

Ulva, Lunga und auch Bac Mor, eine kleine Insel, die aus der Ferne wie ein Sombrero aussieht. Sie wird auch Dutchman's Cap genannt.

Das ist Staffa, mit dem Teleobjektiv herangeholt. Deutlich ist die Höhle Fingal's Cave zu sehen.

 
Der 'Sound of Iona'...
 
 
Merkwürdig. Was treibt die Schnecken in diesen hohlen Stamm?
 
 
Dann geht es zurück. Einsame Boote in der Abenddämmerung....
 
 
... und Mull.
 
 
Vorbei geht es an dem kleinen Postoffice von Iona....
 
 
Dann verlässt das kleine Schiff die Insel.